25. Von der Rolle – Ballermann is nich mehr
Shownotes
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00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge zwischen Rastplatz und Friedhof mit
00:00:05: Sabrina und
00:00:07: Steffi.
00:00:09: Und ja, vor Ge-... Vierundzwanzig haben wir gerade schon kurz besprochen.
00:00:14: Dass wir festgestellt haben ist ein Vierteljahrhundert dabei vom Podcast!
00:00:18: Ja ich finde es immer noch schön dass wir das so durchziehen, dass jetzt auch in den Mai schon gestartet sind quasi.
00:00:30: Verrückt?
00:00:31: Das is crazy
00:00:32: Ja.
00:00:33: Und das mit der jungen Sprache von heute zu sagen, ich kann ja jetzt so reden für jetzt vierzig.
00:00:38: Was sagen die denn noch?
00:00:39: So ist Litt was auch immer Litte heißt.
00:00:42: Ich glaube das ist nicht mehr.
00:00:43: Ich glaub das ist schon...
00:00:44: Litt ist nichtmehr?
00:00:45: Nein
00:00:46: ich glaube Litt hast es schon ein paar Jahrchen.
00:00:49: Schere kenne ich noch.
00:00:52: Sass Und ich glaube, das war es dann auch.
00:00:56: Guck mal Frau Dobner von der Tragischoff-Rang, die das Jugendwerk ja immer präsentiert!
00:01:01: Aber nee... Also ich kenne nur das Crazy.
00:01:04: Nutzt das auch ironischerweise tatsächlich immer?
00:01:07: Weil man bist hier aus Berlin.
00:01:10: Wir nutzen das dann so halt ironisch, also das Crazy aber... Ich werde jetzt bei einer Ausstellung in Münster und da gab's Schaukel in der Ausstellung, wie man benutzen konnte.
00:01:22: Wir haben die auch benutzt.
00:01:23: Ich war mit meiner besten Freundin da, wir haben sie auch benutzen und dann kamen auch so Jugendliche rein und der Typ meinte dann auch sofort, das ist crazy!
00:01:30: Da musste ich so lachen.
00:01:33: Schaukeln also jetzt wie auf dem Schwäbplatz oder was?
00:01:36: Ja ja genau.
00:01:37: Also
00:01:37: richtig schaukeln halt.
00:01:38: Und dann meinte er, dass die eine, irgendeine meinte auch irgendwie so, guck mal die schaukeln hier echt jetzt so... und ich dachte nur, ja mit gewissen Alten ist das wieder egal
00:01:48: Das stimmt.
00:01:49: Und als wir dann aber runter waren und in der anderen Halle, die eine Sackgasse war, also wir mussten nachher wieder zurück an diesen Schaukeln vorbei, das heißt natürlich genau die drei auf diesen SchAUKELN haben sie auch genutzt.
00:02:01: Wenn keiner hinguckt, trauen Sie sich doch Gott sei Dank!
00:02:04: Weil es war sehr schön da zu schaukeln.
00:02:05: Das fand ich ganz cool.
00:02:06: du kannst dir halt so ein Ausstellungsstück angucken und dabei halt schaukelen.
00:02:10: Ich finde das toll.
00:02:12: Lustig dass Du das sagst weil wir saßen auch vorgestern im Café und das ein Spielplatz gegenüber.
00:02:19: Da haben auch Kinder geschaukelt, da meinte Gerrit auch noch so zu mir ... Wann hast du das letzte Mal geschaukelt?
00:02:26: So richtig!
00:02:27: Keine Ahnung...
00:02:29: Also ich mach das tatsächlich öfters hier als Schaublerin glaube ich.
00:02:34: Ich hab ja auch einen Spielplatz um die Ecke und manchmal parke ich quasi auf der anderen Seite des Spielplatzes.
00:02:39: wenn ich jetzt abends nach Hause komme und ich finde kein Parkplatz muss ich weiter wegparken oder über diesen Spielplatz nachhause.
00:02:45: Und gerade so abends im Dunkeln oder nachts oder so, saß ich schon ganz oft mal auf der Schaukel und hab dann einfach geschaukelt, dass draußen trocken ist.
00:02:52: Ich wusste nicht mehr... Also die Schaukel in der Ausstellung waren auch auf erwachsene Körper ausgelegt.
00:02:57: Ich betone das nur natürlich nicht an meinem Gesäß sondern an der Kinderschaukel, die einfach so schmal ist.
00:03:04: Aber ich mach das tatsächlich öfter.
00:03:06: also so bestimmt ja alle zwei drei Monate mal, dass ich mich da draufsetze und einfach schaukel!
00:03:11: Aber auch so richtig wild oder nur ein bisschen hin und her?
00:03:14: Also nee, ich
00:03:16: hole schon auch Schwung richtig.
00:03:17: Ich spring nicht mehr
00:03:18: ab!
00:03:18: Da hab' ich's desfreut mich nicht
00:03:20: mehr... Und wenn ich mit meiner kleinen Nichte gehe und da gibt sich die Gelegenheit dann sitze ich mich da auch drauf.
00:03:26: also ich mach das schon und dann schauke ich natürlich jetzt nicht so richtig hoch weil noch Kinder da sind und so.
00:03:33: aber ich mache das tatsächlich oft und ich finde es ist eines der schönsten Dinge weil das ist richtig so.
00:03:41: Ich find's schade, dass man das als Erkstener nicht mehr so macht.
00:03:44: Irgendwann ist die Phase, wo es uncool ist und danach kommt's einfach nicht wieder?
00:03:48: Zumindest nicht alleine mit unter dem Vorwand, dass wir im Kind aufm Spielplatz sind.
00:03:53: Glaub ich eher, als wenn man jetzt alleine unterwegs ist und dann guck mal da ist ein Spielplatz...
00:03:58: Willi gehts mal schaukeln!
00:03:59: Wie gesagt, deswegen abends mach' ich das halt oder nachts.
00:04:02: Ihr seid ja ganz gruselig.
00:04:03: Manchmal ist das auch schon, wenn irgendwas knarzt oder so, dann hast du so gebischüttere Brummiare ne?
00:04:07: Und immer denk ich mega, jetzt gehste doch mal lieber nach
00:04:08: Hause
00:04:11: Aber ich mach das schon, also zumindest nicht jetzt einmal die Woche.
00:04:14: Aber ich sag mal so ein paar Mal im Jahr kommt es definitiv vor, dass ihr's macht und deswegen gar in der Ausstellung, dass man aus richtig schön gepolsterte, breite Schaukeln.
00:04:24: Das stand aber auch hier.
00:04:25: bitte nicht zu sehr, also da nicht zu heftig schaukeln weil du musstest quasi noch zwischen Schaukel und dem Ausstellungsstück vorbeigehen können.
00:04:34: Und wenn dir jetzt zu sehr geschaukelt hättet, ist doch einfach die anderen Besuchenden weggeklickt.
00:04:37: glaube Aber es war nicht eine coole Idee.
00:04:42: Es ging in der Ausstellung ja auch so ein bisschen um ... Leben, also die Körperweltenausstellung?
00:04:49: Mhm.
00:04:49: Da ging's ja auch darum, was halt ... Krankheiten verhindert und da ging's viel um Bewegung oder Ernährung, aber auch um Stress.
00:04:58: Und gerade dieser Stressfaktor war das dann, glaub ich, auch so, der die Schaukeln da reingebracht hat.
00:05:04: Genau.
00:05:05: Ja.
00:05:06: War ganz cool.
00:05:06: Kann ich empfehlen, wenn jemand Bock hat auf Körperwelten, Fern der ersten Stunde, ich war tatsächlich ja zweitausend da in Köln damals.
00:05:15: Da haben wir die Karte noch mit dem Markt bezahlt.
00:05:18: Ich hab die nämlich noch gefunden, die Eintrittskarte.
00:05:20: Was?
00:05:21: Ich war da auch einmal aber irgendwie hat mich das nicht gecatcht.
00:05:24: Aber ich glaube es wäre jetzt auch wieder was anderes weil ich jetzt glaube ich mein Mann am Mindset...
00:05:31: Ich hab danach immer so ein krasses Körperbewusstsein, muss ich sagen.
00:05:34: Ich habe die Ausstellung schon oft angeschaut.
00:05:36: also damals halt zweitausend in Köln, da war ich dreizehn...ich weiß überhaupt nicht mehr warum wir dahin gegangen sind.
00:05:41: Ich hab jetzt mal an Dad auch gefragt was hat uns dazu veranlasst da überhaupt hinzufahren?
00:05:45: und er meint halt immer noch dass ich der Auslöser gewesen wäre.
00:05:47: Ich hätte das wohl irgendwo gesehen.
00:05:49: Dann hab' ich gedacht okay würde passen aber Und ich war damals total fasziniert davon.
00:05:56: Dann war ich immer wieder, die haben das in Berlin gehabt als Dauerausstellung.
00:05:59: Dann gab es auch in London mal eine Dauereausstellung.
00:06:01: Da war ich im Bochum noch mal, zwanzig, dreizehnt glaube ich.
00:06:04: und ja also ich gehe da eigentlich regelmäßig hin aber ich habe danach immer so ein anderes Körpergefühl.
00:06:10: So eine Art von Dankbarkeit auch dass ich mir denke krass ist das Ding also mein Körper halt in der Lage ist es alles zu machen und so und so zu funktionieren Wie das alles zusammenspielt, das ist so faszinierend.
00:06:26: Aber muss man schon ein bisschen Interesse für haben?
00:06:29: Irgendwie aber... Ja ich komme da mit einer großen Dankbarkeit immer raus, dass mein Körper das alles macht wie er es machen soll und bisher auch alle irgendwelche Krankheiten oder eben Überstanden hat und so.
00:06:46: Ich kann mich da stundenlang aufhalten um sich gestehen.
00:06:50: Das hatte ich aber auch, nachdem ich das Buch gelesen habe.
00:06:53: Dass du mir empfohlen hast mit dem Hirnschirurgen oder Neuroschirurgie.
00:06:59: Da dachte ich auch so crazy wie das alles zusammenspielt mit den ganzen Nerven und was der Körper so den ganzen Tag macht und abbildet Ja,
00:07:12: und auch auf der anderen Seite was die Medizin aber auch machen kann.
00:07:14: Also was da möglich ist wo du vor fünf Jahren oder stellweise vor zwei Jahren ja noch das hättest du nicht überlebt und die Technik ist halt so weit oder diese ganze minimalinvasiven Eingriffe dass du da irgendwelche Null Komma Zwei Millimeter Fäden nutzen kannst irgendwelchen Gefäße zum Nähen und so.
00:07:32: Das fand ich auch sehr beeindruckend das Buch zu lesen auf jeden Fall Ich hab generell das Interesse ein bisschen an Medizin.
00:07:40: Aber immer schon gehabt irgendwie, aber das war beeindruckend.
00:07:43: und auch da dieses Zusammenspiel wie du sagst, dass es so funktioniert ... Und gerade das Gehirn ist ja noch mal so ein Special-Thingi.
00:07:54: Ja auf jeden Fall.
00:07:55: also ich find' das Buch auch sehr gut.
00:07:57: Ich finde's auch echt beeindruckends.
00:07:59: Das ist ein Buch wo ich mir denke du musst nicht alles als Leiden verstehen.
00:08:02: Nee manchmal dachte ich auch so... Keine Ahnung, was er jetzt da redet.
00:08:06: Das ist mir zu hoch!
00:08:07: Ja das war dann so ein bisschen zu technisch irgendwie.
00:08:10: Aber ich finde man kannte das gut überlesen.
00:08:12: Man konnte trotzdem mit Inhalten auch seine Gefühle und seine Sichtweise und seine Gedanken dazu und wie er halt funktioniert in dieser Rolle die er hat als Neurochirurg.
00:08:24: Und dass andere dann in dem Moment halt ausblenden.
00:08:26: Da irgendwie mit sechs, sieben, acht Stunden OPs und so... Ja, ich mir vorstelle so ein ganzer Arbeitstag ist eine OP an einem offenen Gehirn.
00:08:34: Wow!
00:08:35: Ja und dann aber halt auch hoch konzentriert ne?
00:08:37: Die können nicht einfach mal sagen, euer jetzt mal eben easy peasy
00:08:41: Ich geh mal eben Käftchen holen oder ich komm gleich wieder
00:08:43: Oder stell dir mal vor du hast einfach einen schlechten Tag oder Stress zu Hause oder was auch immer Und dann musst du in so'ne OP gehen Du musst da ja wirklich das komplett voneinander trennen können Sagen okay jetzt bin ich hier der Chirurg Und danach kann ich gerne mit dem Thema, wer bringt den Müll raus?
00:09:02: Lapida auseinandersetzen.
00:09:05: Ja auf jeden Fall das wirklich an der Tür quasi abgeben.
00:09:08: Jetzt ist nichts anderes mehr wichtig irgendwie.
00:09:11: Es beschreibt ja auch so diese Vorstufen und wie lange er sich vorbereiten muss oder dass dann schon manchmal natürlich während der OP gewisse Gedanken kommen die dann aber da nichts zu suchen haben.
00:09:22: Ich glaube, man kann das gar nicht so hundert Prozent wegwischen, aber diese Art der Konzentration ist schon abgefahren.
00:09:28: Finde ich so sich nicht ablenken lassen weil er auch um die Konsequenzen ja weiß ne?
00:09:32: Ja!
00:09:33: Also ja, naja fand ich ein sehr gutes Buch.
00:09:35: Kopfarbeit heißt das falls irgendjemand Interesse hat
00:09:38: Stimmt
00:09:40: Genau und äh...ich erinnere mich auch daran dass du geschrieben hattest als du es gelesen hast irgendwie was war das nochmal So was der Mann so leistet und was man selber so leißt, wo man sich wieder so denkt.
00:09:52: Was mache ich eigentlich hier?
00:09:53: Ja ist ja so!
00:09:57: Manchmal setzt man sich einfach mit so einem kleinen Kram auseinander und dann denke ich mir okay... Der rettet einfach Leben und näht mit Null Komma Null zwei Millimeter Fäden irgendwelche Zellen nerven, keine Ahnung Gefäße zusammen.
00:10:17: Ja, das ist schon klar.
00:10:18: Das wird irgendwie auch so hoch gelobt, weil ja wie du grade sagst es auch diese Art der Konzentration wird ja auch so Hochgelobt irgendwie gerade als Arzt Chirurg und so ne?
00:10:26: Aber ich finde das so schön.
00:10:28: wir haben den Spruch auf der Arbeit immer ganz oft we're not saving lives with saving pds.
00:10:31: Und dann
00:10:32: denke ich mir war das stimmt halt auch.
00:10:34: Deswegen riech' ich mich da aber nix mehr so richtig hierauf, weil ich mir denk', ich mach halt eben keine Herzchirurgie!
00:10:40: Das stirbt jetzt keiner, wenn ich erst morgen das Dokument erstelle und nicht heute noch um achtzehn Uhr was nachher keiner mehr liest.
00:10:45: Voll auf jeden Fall.
00:10:47: Auf jeden Fall!
00:10:51: Aber du hattest gerade einen schönen Übergang zum Thema Rollen.
00:10:54: Das Thema hattetst Du hier vorgeschlagen?
00:10:57: Genau ja so die Rollen... Ich hab' das auch letzte Woche gehabt bei so einem Workshops, den ich gehalten hatte Was so Stressfaktoren sein können.
00:11:06: Und dann haben wir darüber gesprochen welche Rollen man im Leben ... eigentlich hat und dann, dass man das mal so aufschreiben kann für sich selbst.
00:11:13: Und ich habe das danach auch tatsächlich gemacht... ...und war dann so selten überwältigt davon wie viele Rollen ich eigentlich habe.
00:11:21: Auf wieviele Rollen bist du gekommen?
00:11:23: Ich hab den Zettel leider nicht hier her, aber es waren auf jeden Fall über zehn.
00:11:27: Also allein halt ja schon einfach Arbeitnehmerinnen,
00:11:30: Arbeitskollegin,
00:11:31: Tochter, Schwester.
00:11:35: Tante?
00:11:36: Tante!
00:11:36: Genau, hatte ich auch aufgeschrieben.
00:11:38: Dann war halt noch Freundin, beste Freundin ... Enkelkind.
00:11:44: Was ich auch gerade wieder gemerkt hab als ich mit meiner Oma jetzt wieder Sachen gemacht habe und so.
00:11:48: Und ich fand das halt auch einfach Haushälterin.
00:11:51: Weil bei mir zu Hause halt auch zu Haushalt mache.
00:11:53: Das ist ja auch irgendwo eine Rolle.
00:11:55: Wir haben auch aufgeschrieben Mädchen für alles der Arbeit.
00:12:00: Weil es ist auch so ne Rolle die irgendwie ... Und da ist mir halt, also dass du aufgeschrieben habt, ist mir auch so bewusst geworden.
00:12:07: Dass ja nicht jede Rolle auch selbst gewählt ist.
00:12:10: Also manche Rollen kriegst du ja auch... die entscheidest du für dich selber?
00:12:13: Klar!
00:12:14: Also jetzt zum Beispiel das ich eine Partnerin bin oder das ich jetzt Ehefrau bin oder Mutter.
00:12:17: Das sind ja Sachen, die ich irgendwie dann entscheide wenn ich halt einen Partner habe Aber Arbeitnehmerinnen klar entscheide ich irgendwo.
00:12:23: auch Schwester hab' ich jetzt nicht entschieden Kind auch nicht Aber Arbeitnehmerin oder so ist ja was anderes als dieses Mädchen für alles, eine Rolle die ich irgendwie aufgedrückt bekommen habe.
00:12:35: Die ich jetzt aber nicht mehr los werde.
00:12:36: und da ist mir bewusst geworden dass manche rollen tatsächlich auch von außen kommen.
00:12:42: Ich weiß nicht wie das bei dir so ist ob du dir schon mal Gedanken darüber gemacht hast welche Rollen deine sind?
00:12:47: Und welche du auch so bekommen hast?
00:12:51: Klar, ich glaube was du gerade gesagt hast, welcher Mann bekommt und welcher Man frei wählt, sind glaube Meistenfall ähnlich, wenn man so sage ich mal normales Arbeitnehmer leben und Familienleben führt.
00:13:08: Aber
00:13:09: in Vorbereitung habe ich auch darüber nachgedacht und dachte so aber in jeder Rolle bin ich auch ein bisschen ein anderer Mensch.
00:13:16: auf jeden Fall auf jeden fall
00:13:18: ja.
00:13:18: und da frage ich mich kann man das eigentlich ändern?
00:13:22: Also kann ich auf der Arbeit genau der Mensch sein, der auch zum Beispiel bin wenn ich mit meinem Mann zusammen bin?
00:13:28: Weil ich merke auch schon egal ob das nahestehende Personen sind.
00:13:33: Ich bin anders mit meinen Mann als zum Beispiel mit meiner Mutter oder wenn mehrere Rollen zusammenkommen also irgendwie Schwester dann Kind, dann ihr Frau in einem Setting und
00:13:47: ich
00:13:48: finde es manchmal schwierig tatsächlich.
00:13:51: Also verstehe ich total, was du meinst und ich glaube auch dass das nicht geht.
00:13:55: Ich glaube also, dass jede Rolle ein Teil von dir ist Und ich glaube aber auch, dass jeder der Teil dieser Rolle ist, die dich ganz anders kennt.
00:14:03: Ich denke es bei mir immer wenn jetzt... Ich habe ja einen sehr guten Freund in London und wenn ich den jetzt dazu holen würde und meine Schwester und dich... Wobei bei meiner Schwester oder dir, da ist das nochmal ähnlicher glaub' ich und jemand vom Ehrenamt.
00:14:18: Die würden einfach drei verschiedene Personen beschreiben Obwohl ich das bin.
00:14:22: Weil die drei so verschiedene Seiten von mir kennen, die nicht unbedingt deckungsgleich sind.
00:14:27: Also klar in verschiedenen Bereichen schon so.
00:14:30: Aber ich glaube da würden sie sich denken sagen Herr Rewer von der gleichen Steffi und ich glaub es ist auch gut weil auf der einen Seite denke ich mir man hat ja auch verschiedene Facetten, die man dann in verschiedenen Rollen ausleben kann und ich glaube dass hängt aber auch ganz viel damit zusammen, dass halt mit einer Rolle auch diese Erwartungen kommen.
00:14:49: also von außen Dass du die Rolle des Schwesters hast, ist eine Erwartung.
00:14:53: Als dein Ehemann an die Erwartungen der Rolle als Ehefrau hat und ich glaube das ist oft doch so von außen geprägt.
00:15:01: Das ist jetzt meine Rolle und wie fühle ich sie aus auch in der Erwartion der anderen?
00:15:06: Soll auf jeden Fall.
00:15:08: aber ich finde es manchmal anstrengend muss ich sagen also ich find's nicht ganz so normal.
00:15:13: muss ich extrem irgendwie sein?
00:15:18: muss diese Differenz?
00:15:19: also ich hab die extrem muss ich sagen und ich find's sehr ermüdend.
00:15:24: Weil du dann das Gefühl hast du verstellst dich?
00:15:27: Okay, es ist wahrscheinlich eher weil du sagst ich... Ah, das ist interessant!
00:15:31: Ist das so?
00:15:32: Warte, jetzt muss ich grad den Gedanken formulieren.
00:15:35: Ich sehe das eher als eine Ergänzung.
00:15:37: Also ich habe noch ne andere Rolle Und da seh' ich das als Ergänsung.
00:15:40: Ich kann mich selber nochmal ausweiten Aber ich hab jetzt nicht.
00:15:44: Aber ich glaube, du meinst das auch so?
00:15:45: Ich habe eine Rolle und da muss ich Teile von mir rauslassen.
00:15:48: Da kann ich Sachen nicht zeigen.
00:15:50: Zum Beispiel ja.
00:15:51: Okay,
00:15:51: stimmt!
00:15:51: Das habe ich natürlich als Arbeitnehmerin zum Beispiel auch.
00:15:55: Aber da denke ich mich halt... Da will ich auch gar nicht.
00:15:57: Aber ich kann es verstehen wenn das verschiedene Rollen sind wo du merkst ich muss da Sachen raus lassen weil das sonst einfach nur zu wahrscheinlich Konflikten oder sowas führt.
00:16:07: Ja
00:16:07: das auf jeden Fall.
00:16:08: aber ich finde zum Beispiel Beispiel Ich finde es manchmal anstrengend, weil früher, keine Ahnung vor fünfzehn Jahren war ich einfach so eine Person.
00:16:20: Also Leute die mich vor fünf Zehn Jahren schon kannten du ja auch
00:16:24: Ja
00:16:25: Fast War ich ne Person?
00:16:29: Ich war jedes Wochenende feiern.
00:16:30: Ich habe jedes wochen Ende gesoffen.
00:16:32: Ich war auf Malle!
00:16:35: Ich war in jeglichen Partys.
00:16:37: Das ist dein bestes Leben gelebt.
00:16:38: Ich hab damals ein bestes
00:16:39: leben gelebt Auf jeden Fall So Und das bin ich einfach gar nicht mehr.
00:16:45: Ich glaube, dass war ich auch irgendwie nie.
00:16:48: So weiß ich nicht und es ist schwierig finde ich dann so zu sein wie man jetzt ist weil andere Leute dann kommen ja du hast dich verändert bist du glücklich ist irgendwas passiert bist du so weil jemand das von dir erwartet?
00:17:07: Früher warst du doch so und so.
00:17:09: Und warum machst du das jetzt nicht mehr?
00:17:11: Das finde ich anstrengend, dieses sich rechtfertigen zu müssen in Anführungsstrichen muss man natürlich nicht.
00:17:19: Aber ... Na sozusagen, das bin ich einfach nicht mehr!
00:17:25: Ich find das interessant.
00:17:26: aber es ist auch wieder glaube ich so dieses Zusammenhäng mit den Erwartungen die Leute haben aufgrund einer Rolle die du mal hattest Und da ist so ein Label, da hast du jetzt einen Stempel bekommen für diese Rolle und jetzt passt dieser Stempeln nicht mehr.
00:17:41: Dann sind die voll irritiert weil du hattest doch immer diesen Stempelt.
00:17:45: Also verstehe ich auf jeden Fall... Ich glaube das ist... Ja, ich kann mir schon vorstellen dass es... Das sind wahrscheinlich Leute, die dich nicht so oft sehen, die das auch nicht mitbekommen haben, die Veränderungen?
00:17:59: Ja.
00:18:00: Also klar, du bist super anders als ich dich kennengelernt habe, was du geplett anderer Mensch auf jeden Fall ... also so wie ich dich damals halt auch kannte.
00:18:06: Da waren wir noch nicht so nah und nicht so eng.
00:18:08: da warst du ja eine Arbeitskollegin aber ich hab das ja eigentlich so mehr oder weniger so miterlebt.
00:18:12: Das war ja nicht ein Schalter umgelegt und jetzt ist ... bist du so wie du jetzt bist?
00:18:16: sondern das war ja eine stetige Entwicklung Und ich hatte schon das Gefühl Ich hab die miterlebte irgendwie so mal weniger nah.
00:18:23: Deswegen kam mir das nie so extrem vor weil ich natürlich jetzt vergleiche hundertprozentig wahrscheinlich bei mir genauso.
00:18:30: Aber ich hab immer das Gefühl, wenn das Leute sind die eigentlich oft sehen und sie sehen dann so diese Etappen eher als den ganzen Prozess.
00:18:36: Dann kommt immer so du bist dich jetzt aber verändert.
00:18:38: Es könnte immer so vorrufsvoll dann auch direkt rüber ne?
00:18:40: Ja richtig!
00:18:41: So Ich finde ich habe mich halt voll ins positive verändert für mich persönlich Also wie ich leben möchte und so.
00:18:49: Und das ist dann mal so.
00:18:50: ja früher war es ja nicht so.
00:18:52: oder Wenn man mal nicht trinken möchte warum trinkst denn heute nicht?
00:18:55: Weil ich nicht jeden tag trinken muss.
00:18:57: Aber
00:18:57: ich glaube, das kommt immer auch mit dem zusammen.
00:19:00: Das Leute sagen denken man gehört nicht mehr dazu.
00:19:02: also dass du jetzt aus dieser Gruppe irgendwie so raus bist.
00:19:06: Das ist ja auch ganz oft verbunden mit gleich von gleich gesellt sich gerne weil es ja die Sicherheit ist.
00:19:11: Für dich ist das ja auch eine Sicherheit, weil die wahrscheinlich auch immer denken Ich kann bei dir dann so sein wie ich immer war Jetzt bist Du aber anders und da komme ich.
00:19:18: außerdem der Punkt muss ich jetzt auch was anderes machen Weil ich kenne die Person eigentlich so richtig gar nicht mehr.
00:19:23: Wie steht die Person jetzt zu mir?
00:19:25: Hat sich das auch verändert?
00:19:27: Könnte ich mir vorstellen, dass das der Hintergedanke ist.
00:19:29: Wenn man so eine Person hat, wo man denkt, ich kenne die oder anders reagiert anders und hat andere Aussagen an ein Lebenstil ... Zumindest kann ich die Unsicherheit verstehen.
00:19:39: Ich würde sie nicht als Angriff oder als Negativ für mich sehen.
00:19:43: Ich würd dann wissen wollen, was passiert.
00:19:45: Ja genau!
00:19:46: Geht's dir gut damit?
00:19:47: Fühlst du dich wohl?
00:19:49: Ich würds jetzt nicht denken... Bist du jetzt was besseres?
00:19:52: Ja, aber das ist oft eine Reaktion.
00:19:55: Also die ich wahrnehme.
00:19:57: Da merkt man auch manchmal so ein bisschen dass man so Freundesgruppen oder so entwachsen ist.
00:20:06: Dass man da nicht mehr so richtig reinpasst weil man eben die Erwartung der Rolle nicht mehr erfüllt
00:20:11: ja und ich finde es halt schwierig eine Rolle abzulegen und andere akzeptieren das dann irgendwie, dass man wirklich Man selbst sein kann
00:20:20: weil
00:20:20: manchmal verstellt man sich ja dann trotzdem noch so ein bissel alten Rolle oder der Gruppe anpassend, wenn man die Leute dann sieht.
00:20:29: Wenn es auch manchmal einfacher ist.
00:20:31: Ich denke jetzt zwei Stunden die Maske aufsetzen als dass ich jetzt zwei stunden gelöchert werde oder mich erklären muss oder so.
00:20:37: Aber das ist doch schade!
00:20:39: Auf jeden Fall.
00:20:40: aber da ist für mich auch immer die Frage wo gehe ich?
00:20:43: Also ich habe ja auch ein paar Sachen in den letzten Jahren nicht mehr gemacht.
00:20:47: Auch hier so Ehrenämter beim Sport oder so weil ich's ja auch gemerkt hab ich pass da nicht mehr rein ... wo ich halt aber, ... ... zwei tausend siebzehn, achtzehn neunzehn vor reingepasst habe.
00:20:56: Aber da hab' ich halt auch gemerkt!
00:20:57: Ich hab mich irgendwie verändert und ich hab auf Sachen keinen Bock mehr... ... dann hab', ich's halt auch beendet weil ich gemerkt hatte das macht mir kein Spaß mehr.
00:21:03: Und es war auch so ein Kampf gegen... ... was sagt man?
00:21:05: Das Kampf gegen Windmühlen?
00:21:06: Nee, also das war halt... Also das war einfach... Ich wusste dass ich das nichts bringe mit den Leuten auch drüber zu sprechen.
00:21:11: Dann bin ich halt gegangen.
00:21:12: Ähm, ich glaub das ist auch so mein Beispiel dafür, wo ich gemärkt hab'.
00:21:17: Weiß nicht.. Das war halt so dieses, du hast halt was gemacht und es ging immer um dieses Less dann über andere oder sich aufregen über andere.
00:21:25: Und ich habe mal irgendwann diesen Punkt gehabt wo ich dachte Mensch wir wollen doch alle hier für die gleiche Sache irgendwas machen.
00:21:29: das ist Hobby Ich mache das neben meiner Arbeit.
00:21:32: Ich hab ja keinen Bock auf dieses Theater zwischen menschliche.
00:21:35: Dann wenn ein Problem sagt der Person das Halt es aus, aber nicht so dieses hinten rum und das fand ich halt ziemlich nervig.
00:21:41: Und da hab' ich halt einfach gemerkt, ich will diese Art von Drama in meinem Leben nicht mehr haben.
00:21:45: Ich habe genug Leute mit denen ich klarkommen muss, weil ich zum Beispiel ja mit denen arbeite oder so... Da kannst du ja nicht ständig sagen, ne?
00:21:52: Aber das will ich ja privat nicht auch noch haben!
00:21:54: Und da habe ich aber gemerkt... Dann hieß es halt auch so Ja, Du hast immer die Diplomatische jetzt auf einmal und versuchst und dann denk' ich mir her, ich hab mich halt weiterentwickelt.
00:22:02: Und dieses Lesson über andere Labern habe ich gekannt mal drauf Das bringt mir nix, es zieht nur Energie und ist halt auch falsch.
00:22:10: Und da war auch so ein Pool wo ich das gemerkt habe... ...ich wurde dann auch gemieden nachher so'n bisschen aber wenig mehr letzt an konnte!
00:22:17: Aber fällt es dir leicht?
00:22:19: Ich finde ja wenn man so eine neue Rolle entwickelt, ist es ja oft weiterentwicklung.
00:22:25: also fällt es Dir leicht alte Rollen abzulegen und dich in einer neuen Rolle sage ich mal zu entwickeln dass du sagst, boah das bin ich nicht mehr Das war ich früher mal.
00:22:37: Und jetzt bin ich einfach das ... Weil du warst ja viel so im Football unterwegs und so, dass du echt sagen kannst, oh nee, das passt mir nicht mehr.
00:22:48: Und... Ich entwickel jetzt eine neue Rolle wie auch immer.
00:22:53: Ich glaub' nicht, dass das so bewusst ist.
00:22:55: Ich glaube', dass es eher, wie du auch sagst, man verändert sich eigentlich nur aus Liebe oder aus Leid.
00:23:01: Das sind die zwei Punkte, warum man sich verändert.
00:23:03: Und ich glaub', dass ich halt gemerkt hab Irgendwas passt mir nicht mehr, irgendwas gefällt mir nicht.
00:23:08: Und ich hab halt auch gemerkt, ich kann da jetzt die anderen nicht ändern, sondern das ist ja eine Entscheidung, die ich dann treffen muss.
00:23:14: für mich und das war natürlich auch nicht so bewusst von jetzt auf gleich.
00:23:17: Ich habe da keinen Bock mehr drauf oder sowas, sondern es war halt so ein stetiger Prozess.
00:23:21: aber ich hab immer mehr gemerkt eigentlich willst du gewisse Dinge nicht mehr?
00:23:25: Dann konnte ich das natürlich für mich so ändern weil ich mich in dem so eine Unwohl gefühlt habe und dann fällt mir das eigentlich leicht Sachen zu ändern Weil ich halt merke, es ist jetzt so an der Zeit.
00:23:36: Schlimm ist es eher wenn ich Sachen ändern muss aufgrund von externen Faktoren also wenn ich eine Rolle ändern muss weil sich die äußeren Bedingungen ändern und nicht die Rolle eigentlich gar nicht ändern will dass es dann eher das was halt schwierig ist.
00:23:48: aber in sich fällt mir das mittlerweile leicht also früher auch nicht aber mittlerweile merke ich halt mit irgendwas nicht mehr so dass ich das ein bisschen justieren kann.
00:23:57: auf jeden Fall
00:24:00: ja
00:24:01: glaube ich keine Ahnung würde ich jetzt da so sagen Aber es ist etwas anderes, wenn die Rollen ... Arbeitnehmerinnen sind mir auch sehr schwergefallen, die Rolle zu ändern.
00:24:11: Die musste ich für mich neu definieren letztes Jahr.
00:24:15: Das ist mir sehr schwer gefallen.
00:24:18: Ging jetzt aber?
00:24:19: Und jetzt denke ich mir, guck mal, hätte so leicht sein können!
00:24:22: Aber halt erst im Nachhinein.
00:24:24: Ich glaub das hat dann viel mit Grenzensätzen zu tun und was ich will oder?
00:24:29: Auch vielleicht am Arbeitskontext, dass man sagt, da hab' ich keine Lust oder das ist mir wichtig.
00:24:35: Ja, das war vor allem glaube ich... Also ich glaub die meisten Konflikte kommen aus der Diskrepanz zwischen den Erwartungen von extern an die Rolle und die eigenen Erwartung in die Rolle.
00:24:44: Und dass hat halt da v.a beim Arbeitnehmerinnen sein sehr... also ich hatte ganz andere Erwartlungen als das was halt von außen war und das musste ich justieren.
00:24:55: Ich musste für mich erkennen, dass es kleiner ist als ich dachte und dass meine Rolle als Arbeitnehmerin mir nicht in jeder Bereich meines Lebens eine Erfüllung und Anerkennung bringen kann Sondern dass halt eben diese Arbeitnehmerrolle kleiner ist, als ich dachte in meinem Leben.
00:25:08: Und das zu erkennen war sehr schwierig für mich, weil es immer einen großen Stellenwert hatte und eine große Zeit oder auch große Energie eingenommen hat.
00:25:16: Und seitdem mir das jetzt aber so an den Platz gerückt ist habe ich das Gefühl wo's so hingehört, hab' ich viel mehr Platz für andere Puzzletale die dazugekommen sind und andere Rollen, die ich jetzt entwickeln kann um das aufzufangen.
00:25:26: Macht das Sinn gerade?
00:25:27: Ja also für mich schon!
00:25:32: Aber das war nicht leicht.
00:25:34: Das war sehr viel Leid verbunden, das zu erkennen.
00:25:39: Jetzt geht es mir tausendmal besser als vorher tatsächlich.
00:25:43: Aber das ist nicht schön.
00:25:44: Es wird immer einfacher.
00:25:46: Inzwischen fällt's mehr einfacher als bei Sachen, wo ich immer noch mal Geld damit auch habe und mein Lebensunterhalt klar.
00:25:53: Da musst du halt ein bisschen anders gucken, da kannst du nicht mehr eben so sagen, höre ich hier auf?
00:25:58: So wie jetzt beim Ehrenamt, was auch nicht leicht fiel.
00:25:59: Ich habe auch drei Jahre gebraucht, hatte zwischen mal ein Jahr Pause und hab dann aber als beim Zurückkommen gemerkt, nee das ist immer noch so... Und dann wollte ich das nicht mehr.
00:26:12: Was wo fällt dir das am schwersten?
00:26:15: Wenn du sagst so dass du da Sachen von dir rauslassen musst also von einer Persönlichkeit in eine Rolle nicht einbringen kannst?
00:26:22: Ich find auch immer so ein bisschen im Family-Kontext, weil die halt immer schnell sind.
00:26:26: Früher hast du das aber gerne gemacht?
00:26:28: Früher hattest du das so gemacht vor fünfzehn Jahren ... Sorry!
00:26:32: Also ich hab früher in die Hose geschissen mit zwei.
00:26:36: Ja, also da hab
00:26:38: ich grad den selben Gedanken gegeben.
00:26:41: Wir konnten nicht Messer und Gabel benutzen.
00:26:43: Dass man halt so das nicht sieht, dass sich Mensch nicht nur bis achtzehn entwickelt gefühlt und dann irgendwie die Person ist, ist, sondern dass man sich dazwischen auch weiterentwickelt.
00:26:58: Und das finde ich manchmal schwierig?
00:27:01: Dann lasse ich einfach Sachen aus weiß ich nicht.
00:27:08: Das dann aber zieht das dann auch Energie wenn du so weißt.
00:27:10: okay heute muss ich jetzt so Sachen rauslassen und die eigentlich gerne erzählen würde
00:27:14: ja.
00:27:17: Ich finde das erkanntlich wie.
00:27:18: das stelle ich mir schrecklich vor wenn ich denke ich hätte mich seitdem ich achtzehn bin weiter entwickelt.
00:27:25: Also ich war jetzt immer so halbwegs okay.
00:27:27: Ich hab auch nie irgendwas gehabt, wo ich sag, Gott sei Dank, machst du das nicht mehr?
00:27:32: Richtig krass!
00:27:33: Aber ich denk mir so... Ich find das schlimm, wenn du irgendwann fertig bist.
00:27:38: Du bist ja nicht fertig und verändest dich konstant.
00:27:41: Also denke ich mir halt, weil du einfach Sachen dazu lernst oder weil du andere Begegnungen hast oder weil dir auch Schicksals schläge natürlich hast du dich anders vorm.
00:27:49: Du hast andere Ansprüche an dich selbst, auch an anderen Und dann verschiebt sich ja auch so gewisse Dinge.
00:27:57: Also ich glaube nicht, dass man Rollen richtig loswählt sondern ich glaube, man verändert nur die Form vielleicht oder die Ausdehnung im Leben natürlich.
00:28:03: Ich bin jetzt schon seit über sechs Jahren keine Partnerin mehr.
00:28:07: Das finde ich auch interessant und das habe ich mir auch als ich es so aufgeschrieben hab.
00:28:10: Dachte ich mir, ich habe gar keine Mutter-Rolle.
00:28:13: Ich hatte keine Partnerinnenrolle.
00:28:16: Aber ganz viele andere Rollen haben das so eingenommen.
00:28:20: die mir auch Form von Zugehörigkeit geben, von Intimität geben und von auch Sozialisationen geben.
00:28:27: Sodass mir das gar nicht so auffällt.
00:28:29: Also die Mutterrolle wird ja eh nie passieren.
00:28:30: aber auch die Partnerinrolle ist jetzt nicht so dass es eine Lücke irgendwie ist wo ich sage da fehlt was oder so sondern ich habe gemerkt, dass andere Sachen das auch aufgefüllt haben was ich ganz interessant finde.
00:28:42: wenn man halt eben diese Flexibilität dann hat sich in anderen Rollen so auszudänen.
00:28:47: Aber ich kenne das halt auch noch von früher, also da hatte ich auch gewisse Familienkonstrukte externer Natur sag' ich mal.
00:28:54: Da hab ich halt auch gewiße Sachen nicht erzählt weil ich halt wusste, da kommt halt irgendein Spruch und wird es irgendwie zerrissen oder so... Also dann bin ich halt dann so dass mir denkt habe ich gar keine Lust darauf.
00:29:05: Schade fand ich's tatsächlich nie, weil ich mir immer dachte, das ist ja eine notgedrungene Konstellation hier gerade Ich würd schade finden wenn ich ne Freundin hätte und merke
00:29:15: Ja klar, also bei engen Personen in Freundschaften und so was ist mir das auch sehr wichtig.
00:29:21: Also Leute mit denen ich keine Ahnung gefühltaktäglich zu tun habe.
00:29:28: Also jetzt im engeren Kreis auf Arbeit ist noch mal etwas anderes aber...
00:29:31: Ja klar!
00:29:32: Also da bin ich auf der Arbeit mich auch froh dass sich dann nicht alles überhaupt abladen muss.
00:29:36: Da bin ich ganz froh, dass die Rolle von außen auch so definiert ist, dass man eigentlich ja weiß wo auch die Grenzen sind.
00:29:41: ne?
00:29:44: Die Grenzen einer Rolle, die definiere ich auch in den letzten Jahren härter für mich.
00:29:48: Also dass andere Leute genau wissen das ist auch meine Grenze der Rolle und da gehe ich nicht darüber hinaus bzw.
00:29:53: Da kann auch jemand keine Erwartungen drüber hinaus haben.
00:29:57: Das finde ich ganz interessant aber auch witzig wie er es manchmal so zu Irritationen führt.
00:30:04: wenn man dann diese Grenze zieht So meine Rolle endet hier so Ehrenamt merke ich das auch sehr stark, was da Leute halt für Rollenverständnis haben.
00:30:13: Was ja umfassbar wichtig ist... ...was natürlich dann zu Konflikten führen kann oder zur Überforderung von einem selbst.
00:30:21: Wenn ich mir meine Rolle gar nicht bewusst bin und ich mache mehr als ich eigentlich soll, rutscht du ja auch in ganz andere Sachen rein irgendwie?
00:30:33: Fällt dir das leicht die Grenzen zu ziehen für so Rollen wie du hast?
00:30:37: Ja doch auf der Arbeit habe ich mich auch von Anfang an immer so Sachen gesetzt.
00:30:43: Zum Beispiel keine Ahnung, wenn irgendeine Firm-Feier ist oder so?
00:30:45: Ich trink niemals Alkohol.
00:30:48: Ich würde niemals... Keine Ahnung!
00:30:51: Wir hatten auch manchmal Bootsparties in Berlin.
00:30:55: Da sind die dann schwimmen gegangen und das war für mich ein No Go.
00:30:58: Also ich bin auf keiner Firmfeier im Bikini oder so.
00:31:01: Das sind irgendwie für mich so Sachen wo ich sage, meine Grenzen rechnen nicht.
00:31:06: Ist nicht deine Rolle sozusagen, dann nicht Teil deiner Rolle in deinem Verständnis als Arbeitnehmerin?
00:31:11: Ja.
00:31:12: So verstehe ich.
00:31:13: Ich will auch nicht mit Arbeitskollegen schwimmen gehen.
00:31:16: Keine Ahnung, so sehr privat aussah man ist jetzt wirklich irgendwie das sich eine Freundschaft entwickelt aber ansonsten so sehr privates oder weiß ich nicht.
00:31:27: da bin ich einfach raus auf der Arbeit.
00:31:32: Das ist ja so ein bisschen Story of my life auf der Arbeit.
00:31:35: Ich habe ja selten Freundschaften geschlossen, während ich da gearbeitet hab.
00:31:38: Bei mir war das ja immer erst auch danach.
00:31:41: Weil was heißt, ich muss nicht aufpassen?
00:31:44: Manche Leute die mit mir befreundet sein möchten auf der Arbeit, dem sind sich halt nicht bewusst dass ich aber auch immer noch Personalverantwortliche bin.
00:31:53: Das heisst wenn es mal zu irgendwelchen Kündigungen oder disziplinarschen Maßnahmen kommt, bin ich ja auch diejenige die das macht.
00:31:59: Was dann in meiner Rolle eben liegt... und nicht in der Rolle als Freundin, die ich dann bin.
00:32:05: Und da habe ich dann auch schon mal Diskussionen.
00:32:07: oder was heißt Diskussion?
00:32:08: Ich hab' schon mal Gespräche geführt mit Leuten Das ist nicht böse gemeint wenn ich halt eben welche Einladungen oder sowas halt ablehne.
00:32:14: Sondern das ist schon auch bewusst gewählt weil ich mir bin ja meine Rolle bewusst und ich möchte nicht in ein Konflikt kommen wo es dann heißt Ja aber wir sind ja befreundet.
00:32:23: wie konntest du oder Wieso hast denn mir das nicht vorher gesagt?
00:32:26: oder so war's?
00:32:26: Na dass ist manchmal schon
00:32:28: schade.
00:32:29: also ich habe jetzt mittlerweile auch so zwei, drei Freunde auf der Arbeit auf jeden Fall.
00:32:34: Aber das ist nicht so eng wie das mit Leuten ist die jetzt halt wenn ich jetzt nicht mehr mit den arbeiten würde würde es auf jeden fall enger werden weil ja dann dieser Punkt weg ist.
00:32:42: aber da bin ich sehr vorsichtig Weil ich da gar nicht in diesem Konflikt... Ich kann das!
00:32:46: Ich kann auch jemanden kündigen mit dem ich befreundet bin ist natürlich anders scheiße.
00:32:50: Aber ich könnte das weil ich ja dann weiß dass es halt eben die Rolle und der Punkt das geht nicht gegen die Person aber ob die andere Seite das kann weiß ich halt nie.
00:32:58: Und ich sage das auch ganz oft so Ich musste halt einfach aufpassen, weil man versteht sich gut und ist alles nett.
00:33:04: Man kann ja was zusammen machen aber ich habe immer noch eine andere Rolle auch in der Arbeit.
00:33:09: Und da sind manche Leute dann schon so okay stimmt und dann werden die auch ein bisschen zögerlich.
00:33:14: Aber das ist auch gut so!
00:33:16: Wenn ich schon merke du wirst zögellig, dann ist es besser wenn das eben nicht so kommt.
00:33:20: Weil ich behandle Leute hier dann nicht anders.
00:33:22: Ich will dann auch keine Interner raushauen nur weil ich jetzt mit jemandem befreundet bin.
00:33:28: Also da merke ich das für mich selber auch.
00:33:31: Mit wem kann ich halt befreundet sein, mit wem nicht?
00:33:34: In einem anderen Setting wisst dich gar nicht also dass sich irgendwie in der Rolle als Freundin was sich da irgendwelche Grenzen setzen außer die normalen Grenzen die man halt irgendwie setzt.
00:33:47: aber so eine Rollengrenze
00:33:50: hast du das manchmal wenn dich rollen gegenseitig treffen.
00:33:55: Also, dass da so ein Konflikt zwischen verschiedenen Rollen ist.
00:33:58: Ich hab das jetzt zum Beispiel so Arbeitnehmerin und Freundin würde ich mal sagen oder Arbeitskollegin und Freundin, ne?
00:34:03: Und ich habe das manchmal auch natürlich dann so Schwester- und Tochter wenn sich so Familienkonflikte also man hat verschiedene Rollen gleichzeitig hat aber man will ja auch für keinen Partei ergreifen.
00:34:17: Das schwimm ich manchmal dann auch so ein bisschen irgendwie weil dann so Erwartungen auch kollidieren und so.
00:34:23: Manchmal hab ich das Gefühl, dass bestimmte Rollen Partnerin, aber auch nach so Freundinnen und Familienmitglied.
00:34:30: So Zeitfaktor halt auch?
00:34:32: Wird wem verbringt man welche Zeit was macht man so wie?
00:34:35: Ja gut sowas auf jeden Fall.
00:34:37: Und family wie gesagt ist halt dieses Grenzen setzen.
00:34:41: wer bin ich und wer ist meine alte Rolle und was haben die für Erwartungen an mich?
00:34:46: Sowas halt.
00:34:48: Aber ansonsten
00:34:51: Hast du dir schon mal bewusst so eine Rolle neu ausgesucht.
00:34:55: Ich werde jetzt Läuferin.
00:34:59: Ja, das ist ein schwieriges Thema bei mir tatsächlich.
00:35:02: Weil ich solche Rollen anzunehmen und abzulegen schwierig finde.
00:35:08: Also früher war ich ja immer im Gym.
00:35:11: War ich eher so die Gymmaus?
00:35:13: Das abzulägen und zu sagen, ich bin das nicht mehr, find' ich irgendwie schwierig weil ich dann denke, Ich bin unauthentisch.
00:35:21: Weil es ja überhaupt nicht stimmt, weil ich bin ja eher authentisch wenn ich sage so, das bin ich nicht mehr oder... waren Verräter so sechs Jahre lang oder sowas, dass ich das irgendwie... weißt du was?
00:35:34: Das
00:35:36: ist
00:35:36: nur gespielt.
00:35:37: Ja
00:35:38: und auch jetzt diese neuen Rollen anzunehmen.
00:35:41: Ich habe in den letzten Tagen für mich beschlossen nicht mehr zum Pole Dance zu gehen weil es einfach zu zeitintensiv ist und ich nicht auf Achtunderte Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann.
00:35:53: aber das irgendwie anzunemen und sich dann einzugestehen Und dann auch zu sagen, es war zu viel.
00:36:00: Ja.
00:36:01: Find ich manchmal schwierig.
00:36:04: Weil man ... weil du dann denkst, okay, ich hab jetzt eine Rolle nicht ausgefüllt?
00:36:07: Ja!
00:36:07: Die ich
00:36:08: angenommen habe.
00:36:08: Okay... behalte Testrolle.
00:36:15: Ich mein, man kann ja auch alles ausprobieren und das macht mir Spaß.
00:36:19: aber ich hab' jetzt auch gemerkt so in Vorbereitung für den Halbmarathon habe ich halt alles runter gefahren.
00:36:25: Das tat mir einfach gut.
00:36:26: Nicht jeden Tag irgendwie Da ein Termin zu haben, da ein Termine zu haben.
00:36:33: Aber ich finde es auf
00:36:34: zwei Sachen einfach fokussieren.
00:36:36: Aber das finde ich halt auch wichtig weil du ja schon auch einfach für dich gemerkt hast dass war zu viel und dann nur an Krampfhaft dann irgendwas festzuhalten ist halt so.
00:36:44: die Frage also wofür?
00:36:46: ne?
00:36:47: Das vergrößert ja wirklich nur das Leid eigentlich und den Druck Und dann ist die Rolle auch noch gefestigt.
00:36:52: Dann ist es noch schwieriger die wieder fallen lassen.
00:36:55: Ja
00:37:00: Ich finde, was bei mir schwierig ist.
00:37:02: Rollen ist auch so
00:37:03: dieses ...
00:37:04: ich schreibe ja zum Beispiel viel und dann sagt sie irgendwann mal eine, bist du ein Autorin?
00:37:08: Und ich so nee oder meine Tiszi aber du schreibst ja total viel und so.
00:37:12: Dann dachte ich so, das kenne ich ja nicht die Rolle hab ich mich nicht verdient oder die darf ich noch nicht annehmen weißt du?
00:37:18: Das habe ich auch.
00:37:18: wie du das mit dem Sport wahrscheinlich so.
00:37:20: ich laufe bin als Läuferin ja ne ich mach das noch nicht lange genug oder doch nicht gut genug.
00:37:24: Ja richtig!
00:37:26: Bedient, also dieses Labelnutzen davon oder so irgendwie.
00:37:30: Was vollkommen doof ist eigentlich?
00:37:32: Aber da sind wir eigener Imposter der bei uns wahrscheinlich durchkommt.
00:37:36: Die Rolle haben wir noch nicht... Die ist auch nicht gefestigt genug, dass man das Schild auch noch an die Tür machen darf!
00:37:44: Ja was ist das nicht bescheuert.
00:37:45: du schreibst keine Ahnung wie viel.
00:37:47: ich habe hier keine Ahnen wie viele Medaillen hängen.
00:37:53: Bist du Podcasterin?
00:37:57: Also da muss ich gestehen, das fährt mir auch leichter.
00:38:01: Das denke ich ja immer!
00:38:02: Ich bin Podcasterin.
00:38:03: Ich habe heute noch ein Tri-Reel gemacht und da hab' ich es auch so benannt.
00:38:07: Ja?
00:38:07: Das fand ich ziemlich leicht.
00:38:10: Aber ich muss aber auch gestehn', dass mehr seit letztem Jahr vieles leichter fällt... ...ich glaub weil ich diese Arbeitnehmerrolle irgendwie anders eingegrenzt hab'.
00:38:16: Also da ist so einen Vaku um entstanden was soviel tatsächlich gefüllt hat, den ich mir so verdammt mal viel früher gemacht... ...aber gut ist halt so.
00:38:24: ne kann nicht rückgängig machen Aber wie viel das so... Also ich habe mir immer vor, dass ich mit so einem Bilderrahmen bin und da drin sind halt diese ganzen Rollen.
00:38:32: Oder keine Ahnung.
00:38:33: also so Felder!
00:38:34: Und dieses Feld hat halt soviel eingenommen.
00:38:36: und dadurch, dass das Feld jetzt so klein ist, denke ich mir so, boah es sind so viele Felder jetzt frei?
00:38:42: Manche sind schon gefüllt aber tatsächlich auch noch nicht alle.
00:38:45: Ich finde das sehr spannend, als Visualisierung hab' ich das ja ganz viel, muss man das ja immer irgendwie bildlich vorstellen sonst versteht man ein kleines G-Genchen das nicht.
00:38:57: Korrekt diese korrektur so platz auch macht für was anderes irgendwie.
00:39:01: Aber podcast darin steht da schon auch drin, ja?
00:39:05: Da steht das ist ja auch draußen in der welt man hat es ja schwarz auf weiß.
00:39:09: Ja stimmt bei Spotify oder wo auch immer Apple Podcast Amazon Man sieht's ja Das ist ja da.
00:39:18: Aber ich meine, ich habe auch die anderen Sachen, die ich jetzt geschrieben hab.
00:39:21: Ich mein so ein paar Sachen sind ja auch da und Leute haben es gelesen oder Leute haben auch Kommentare dazu geschrieben.
00:39:25: aber trotzdem nenne ich mir keine Autorin oder Schriftstellerinnen, weißt du?
00:39:32: Ich glaube das ist der eigene...ich weiß nicht!
00:39:34: Aber es ist das vielleicht dass man denkt weil man da kein Geld mit verdient.
00:39:37: zum Beispiel wir kochen Wir sind ja aber automatisch kein Koch sondern man wird sich erst als Koch Wenn man den Beruf des Koches ausführt.
00:39:47: Das ist aber dann wieder an Profession, genau an Beruf gebunden irgendwie, ne?
00:39:51: Aber ich denke mir immer ne, ich schreibe als mich eigentlich ein Schriftsteller!
00:39:54: Ja, aber
00:39:54: wenn man dann kocht, ist man denn nicht auch eine Köchin?
00:39:57: Ja klar!
00:39:58: Also welcher die Koche sondern nicht rsng bin ich Restaurantbesucherin.
00:40:02: Aber eigentlich ja schon klar.
00:40:04: das ist interessant weil es hatten wir bei dem Workshop hat das haben ganz viele Frauen aufgeschrieben Ich bin Köchin, ich bin Kindermädchen.
00:40:10: Also da kam auch...ich bin Erzieherin.
00:40:12: Da kam halt auch diese ganzen Rollenberufe weil die das ja...die Kriterien trotzdem irgendwie erfüllen.
00:40:19: Auch wenn sie damit jetzt eben kein Geld verdienen ne?
00:40:21: Also ich muss nicht mich irgendwas labeln weil ich halt Geld verdiene sondern da ist glaube ich immer so erd..Ich weiß es nicht!
00:40:28: Mir fällt's auch leichter jetzt schon mal zu sagen so wie ich schreibe Das ist schon Aber ich denke mir halt immer... also nicht Vielleicht, wenn ich mal mein eigenes Buch in den Händen halte.
00:40:42: Dann kann ich sagen... Ich schreibe sogar richtig!
00:40:47: Da kann.
00:40:47: ich sage ich bin Autorin.
00:40:49: Aber mir keine Ahnung.
00:40:50: manche Rollen fangen glaube ich schwieriger anzunehmen auch.
00:40:53: Gibt es dann auch eine Rolle wo du so echt sagst die schmeißig von mir?
00:40:57: Die wurde mir versucht aufzudrücken und die wollte ich nicht.
00:41:00: Jetzt gerade oder ob ich das schon einmal gemacht habe?
00:41:03: Ja zu generell wo du sagst
00:41:07: bist dich jetzt Und, tja ... Hast du ein Beispiel bei dir?
00:41:11: Nee.
00:41:12: Ich überdecke auch gerade, ob es irgendwie so was gab, wo mir jemand Stempel aufgedrückt hat, wo ich so richtig gesagt hab, nee.
00:41:25: Den nimmst du nicht an!
00:41:28: Ich habe das tatsächlich manchmal im Krankenhaus beim Ehrenamt mit den Patienten und Patientinnen.
00:41:36: Weil da kommt ja die Rolle dazu der Patientin oder der Kranken.
00:41:42: Und dass die manchmal sagen, dass die Leute einen nur noch als die Kranke ansehen.
00:41:47: Und das ist da so, dass die sich ja vehement dagegen wehren und halt auch sagen ich bin noch jemand anders.
00:41:51: Ich bin nicht nur die Krankheit, ich bin ich nur da, es sind nicht nur Diagnose und so.
00:41:56: Das finde ich ganz... Also das ist mir tatsächlich auch schon passiert, dass Leute, die an irgendwas erkrankt waren oder so, dann ist man gar nicht frei von, dass man immer erst mal ... Das war so ein neues Label oder eine neue Rolle, die Leute dann irgendwie so eingenommen haben.
00:42:13: Gerade auch nach Schwere der Krankheit, gerade wenn das zu freundes Familienkreis ist... ...dass man auf einmal da schon irgendwie einen anderen Blickwinkel hat.
00:42:19: Dass er die kranke Person und dass man da glaube ich so aufpassen muss, dass man nicht das andere verdrängt irgendwie dadurch.
00:42:29: Das kam jetzt gerade nur spontan wegen der Krankenhausarbeit irgendwie.
00:42:34: aber ich überlege grad ob das bei mir schon mal irgendwie war.
00:42:40: also wo ich das letzte letztes Jahr, wo es mir so schlecht ging Wo ich so an diesem Burnout halt ... Ja, und ich hab ja nicht dran gekratzt.
00:42:46: Ich hab ihn ja eigentlich wieder einmal reingetaucht.
00:42:50: Das war schwer danach rauszukommen.
00:42:53: Als ich dann für mich entschieden habe, es geht mir gut ist, ich möchte auch nicht mehr drüber sprechen.
00:42:58: Auch gerade auf der Arbeit oder sowas, da wurde das lange nicht angenommen.
00:43:01: Da wurde immer gesagt, schaffst du das denn aber?
00:43:05: Also, da kam ich aus dieser Opferrolle irgendwie nicht raus.
00:43:08: So richtig!
00:43:09: Das hat ein bisschen gedauert.
00:43:10: Und da hab ich irgendwann so gesagt, ey, Schluss jetzt.
00:43:12: Es ist jetzt, ich will da nicht mehr drüber sprechen.
00:43:15: Aber dann musste ich auch so ein bisschen bei manchen Personen echt so richtig... Also ich will jetzt diesen Cup machen und ich will ja nicht mehr darüber reden.
00:43:22: aber das war manchmal schon sehr vehement wo ich das machen musste weil ich hatte das Gefühl ich bin jetzt in irgendwas reingerutscht hab jetzt dieses Label bekommen.
00:43:31: Ja okay, das verstehe ich.
00:43:33: Ja, das hatte ich auch mit der Esse störend.
00:43:36: Dass auch meine Familie mal war, ja willst du da essen gehen?
00:43:38: Willst du was Extras essen?
00:43:41: oder wenn ich zu Besuch kam... Was isst du denn im Moment?
00:43:45: Welches?
00:43:45: Also ich trinkst du dann im Moment.
00:43:47: Wie dass
00:43:48: so thematisiert haben, wo du das gar nicht wolltest?
00:43:53: Kannst du das im Moment essen?
00:43:55: Willste das im moment essen?
00:43:57: Macht doch einfach!
00:44:01: Manchmal glaube ich, das ist so eine Hüllflosigkeit.
00:44:03: Ja
00:44:03: voll!
00:44:04: Ich mache da auch keine Fragen.
00:44:06: Ich
00:44:07: möchte einfach mal zu sagen wie willst du damit umgehen?
00:44:11: Und dass dann auch machen kommt immer dieses... Ich finde es auch gerade interessant, dass man mit diesem, dass du kein Alkohol trinkst an manchmal und dass das ja auch immer Thema ist.
00:44:24: Ich trinke jetzt schon seit fast einem Jahr kein Alkol mehr.
00:44:28: Das kriege ich auch immer wieder.
00:44:30: Trinkst du immer noch
00:44:30: nicht?!
00:44:32: Und da, was ist denn ... Ja aber deine Migräne ist doch jetzt besser geworden.
00:44:35: Da kannst du auch wieder trinken und das denke ich immer so.
00:44:38: warum ist es überhaupt für euch so ein Thema?
00:44:39: Ich habe gar kein Thema mit!
00:44:42: Wenn ich Bock hätte zu trinken würde ich ja auch, aber ich hab da immer noch keinen Bock drauf.
00:44:45: Ich verurteile auch niemanden.
00:44:46: anders als jeder machen wie er möchte.
00:44:48: Mir ist das vollkommen egal.
00:44:49: Aber ich finde es immer faszinierend dass das immer wieder auch so ein thema ist.
00:44:52: Was ich schon langsamer mich abgehakt habe.
00:44:57: Anstatt einfach zu sagen was möchtest du dann trinken.
00:45:07: Macht das denn bei dir beim Thema Essen dann auch selber, dass noch mal größer als es für dich ist?
00:45:13: Auf jeden Fall.
00:45:15: Weil ich gar nicht so viel darüber nachdenken will oder wollte und dann... Ich meine die haben's ja nicht böse gemeint ne?
00:45:23: Das
00:45:23: macht den ja auch nicht als Vorwurf aber das abzulegen.
00:45:28: Ja.
00:45:28: Ich esse ganz normal holt einfach habt irgendwas zu Hause.
00:45:32: wenn ich irgendwie Bock auf was hat Dann kann ich mir auch noch selber holen
00:45:39: Ich kann mir vorstellen, dass das ganz... Das kann bestimmt auch gut sein.
00:45:43: Dass man dadurch in gewissen Rollen bleibt einfach?
00:45:46: Auf jeden Fall!
00:45:47: Also gehen nach dem wie man halt auch wohnt oder welche Konstellationen klar wenn ich jetzt noch jünger bin, ich wohne noch zu Hause oder ich habe einen Partner und Familie die halt ein auch nicht da so rauskommen lassen irgendwo aus gewissen Dingen weil immer wieder gesagt wird du warst ja Didi ABC Du bist ja Didii ABC Und man gar nicht Man hat dieses ABC schon gar nicht mehr, aber
00:46:10: ...
00:46:11: Ja okay klar.
00:46:11: Da zwanzig Jahren bin ich immer die, die sich alle so erinnern irgendwie.
00:46:17: Hast du oder hast du irgendwas wo du sagst es hat dir mal geholfen eine Rolle zu verändern?
00:46:21: Oder eine Rolle loszuwerden?
00:46:28: Die alte Leia immer bei sich zu gucken und immer zu schauen tut mir das noch gut?
00:46:33: will ich dass?
00:46:34: Also ich wollte nicht mehr jedes Wochenende feiern gehen und jedes Wochenend besoffen sein.
00:46:39: Ich könnte mir beim Leben nicht vorstellen, jetzt einen Ballermann-Urlaub zu machen!
00:46:44: Never ever.
00:46:45: das wäre eine Horrorvorstellung für mich.
00:46:47: Hallo verschön!
00:46:49: No no ballermann shaming bei du.
00:46:50: Nein
00:46:51: freundlich aber für mich passt es halt nicht.
00:46:54: Aber die Leute, die es machen da sage ich ja auch nicht sag mal bist du bescheuert sondern ich denke mir so Ja wenn du daran Spaß hast go for it.
00:47:03: Ich könnte es auf gar keinen Fall mehr, das wäre also Horror.
00:47:11: Andersrum hätte ich mir niemals vorstellen können vor fünfzehn Jahren jetzt so ein Urlaub zu machen wie ich jetzt mache in einem Wellness Hotel mit Pilates Retreat.
00:47:18: Das wär für mich damals Horror gewesen wahrscheinlich.
00:47:21: Ja
00:47:22: du voll spießig und so.
00:47:26: Aber das ist halt auch das Schöne daran ja eigentlich dass man nicht in dieser Rolle bleiben muss sondern ich kann doch auch wirklich gucken ich nehme einfach das raus was gerade zu mir passt.
00:47:36: Ich denke mir auch, wenn ich jetzt mal überlege als ich so in den letzten Jahren war.
00:47:41: Da war ich ja voll in meiner Punkphase mit den kurzen grünen Haaren und auf irgendwelchen komischen Punkkonzerten und Jugendhäusern oder sowas.
00:47:50: Wo keiner wusste wo ich war.
00:47:51: Ich habe immer nach Hause gefunden.
00:47:53: Da gab es noch die Alkohopse weil ich jedes Wochenende eigentlich blau bin.
00:47:57: Und dann auch die Phase mit den ganzen hiermit wacken und auf Festivals ohne Ende.
00:48:03: Und auch drei, vier Tage durchgesoffen... ...und jetzt gehe ich halt sechs Stunden in eine Oper und trinkt mein Wässerchen!
00:48:10: Und finde es halt genauso geil und gehe immer noch auf Konzerte aber irgendwie im anderen Kontext oder Festivals halt mit einem Hotel anstatt Zelt.
00:48:18: Man kann das ja so für sich anpassen und man kann seine Rolle ja eben anpassen auch.
00:48:23: Wenn Leute dann irgendwie meinen sie du bist ja gerade auf so Festivals hast du das ja viel oder auf Konzerten.
00:48:27: Du bist ja gar nicht true, weil du ja nicht so ... dass du durchlebst mit Schlamm und Zelten.
00:48:34: Und dann denke ich mir immer, ja, muss ich aber auch nicht mehr.
00:48:38: Also, ich muss das auch nicht haben!
00:48:39: Sorry, ey.
00:48:39: Ich bin froh, wenn ich da meine doch sechs, sieben Stunden Schlaf am Festival bekommen.
00:48:45: Duschen ist auch ganz nice in Wacken.
00:48:48: Also kann das so anpassen?
00:48:50: Und ich kann auch mehrere Sachen trotzdem noch sein.
00:48:54: Auch wenn andere Dinge dazugekommen sind, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun finde ich.
00:48:59: Aber oft ist es ja so dass man echt einmal irgendwo drin ist und irgendwo reingehört und dann kommen halt die Sprüche komischerweise immer von denen... Also nicht wenn man jetzt neu irgendwo ist da habe ich das nicht.
00:49:10: Ich bin auch in der Opertheater-Bubble angekommen und da ist das voll toll und ach!
00:49:14: Und das auch jemand jüngeres sich dafür interessiert.
00:49:18: aber so andere Leute, wenn ich die Bubble wieder verlassen würde weiß ich nicht.
00:49:24: Früher war es viel mehr Band-Shirts getragen.
00:49:30: Das ist auf jeden Fall ein Unterschied irgendwie, ne?
00:49:34: Ja stimmt das!
00:49:34: Es ist schon recht, dass du gerade gesagt hast wenn man sich so verändert, dass da manchmal doch so komische Sprüche irgendwie kommen.
00:49:39: Ich habe jetzt meine ganzen Band-shirts tatsächlich aussortiert.
00:49:41: ich hab nur noch irgendwie eine Hand voll die ich trage aber ich trag mich jetzt weil ich das einfach nicht mehr fühle.
00:49:47: Ich hab so das Gefühl fast nicht mehr zu mir.
00:49:50: Das passt in zehn, fünfzehn Jahren wieder.
00:49:52: Ich hab die Rolle aufbewahrt natürlich von den ganzen Konzernen.
00:49:55: Aber ja ... Ja, faszinierend ne?
00:50:00: Die Rollen, die man so hat im Leben.
00:50:04: Welche Rolle erfüllst du heute noch?
00:50:06: Die der Hunde-Muddy und die der
00:50:08: Köchin.
00:50:10: Ja!
00:50:13: Stimmt, der Hundesohn.
00:50:15: Der Hundesohn.
00:50:19: Und du?
00:50:20: Äh
00:50:22: ich bin gleich noch Schwester und Freundin weil ich gleich noch ins Kino gehe Und dann bin ich aber die Couch Potato danach.
00:50:31: Ja, das mache ich auch definitiv danach.
00:50:33: Vielleicht bin ja heute nochmal die Schriftstellerin und schreibt noch was mal gucken.
00:50:38: Aber ja, ich finde es manchmal spannend wie man das so... wenn man sich jetzt wirklich vor Augen führt, wie du schon auch sagtest dass man so verschiedene Persönlichkeiten ist mit verschiedenen Leuten.
00:50:49: Was ich aber auch eigentlich ganz cool finde weil ich finde manche Leute bringen auch nochmal andere Sachen in einem selber
00:50:54: heraus.
00:50:55: Klar!
00:50:56: Auf jeden Fall.
00:50:57: Wenn man halt dann genauso sein kann oder da Sachen ansprechen, kann ich mit anderen nicht ansprechen möchte?
00:51:02: Aber ist natürlich irgendwo eine Limitierung ja das schon recht.
00:51:07: Das stimmt.
00:51:09: aber Fazit ist Ballermann Urlaub ist nicht mehr.
00:51:11: Nein!
00:51:13: Nee!
00:51:15: Vielleicht zum Fünfzigsten oder so.
00:51:16: Oh nee!
00:51:19: Nein
00:51:20: nein nein!
00:51:22: Mark my words!
00:51:23: Ja!
00:51:25: Ballermannen ist nicht her.
00:51:26: Ja cool
00:51:28: Ballermann ist nicht mehr, so heißt die Folge.
00:51:34: Echt?
00:51:35: Von der Rolle!
00:51:35: Ballermahn is nicht mehr.
00:51:39: Ja aber es ist ja wirklich so ne?
00:51:44: Also ich find's auch komisch wenn man so stecken bleiben würde tatsächlich, wenn man sich so gar nicht weiterentwickelt.
00:51:48: Ich auch.
00:51:48: Wenns zu einem passt irgendwie ist okay.
00:51:51: Aber ich kann mir keiner sagen dass man immer noch so denkt und fühlt wie mit achtzehn Und das...ich glaub' man verändert sich immer irgendwo.
00:52:01: Okay
00:52:01: Cool, gut.
00:52:03: Danke für die Einblicke in die Rollen deines Lebens.
00:52:07: Herr Herne!
00:52:09: Und danke fürs Zuhören.
00:52:10: auf jeden Fall und bis nächste Woche.
00:52:13: Bis nächste Woche!
00:52:14: Tschüss, tschüss.
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